Häufig
gestellte Fragen zum Thema Brannt
Fragen:
Antworten:
1.) In welcher Reihenfolge muss ich Hefe, Enzyme und S�ure einsetzen, um die optimale Wirkung dieser Produkte zu erzielen?
Da alle folgenden Verarbeitungsschritte durch die Enzymbehandlung beg�nstigt werden, empfiehlt es sich, das Verfl�ssigungsenzym 2 - 3 Stunden vor der Hefegabe zuzusetzen, die Ans�uerung kann auch noch nach Einsetzen der G�raktivit�t erfolgen. Dieser Ablauf setzt jedoch eine schnelle und vollst�ndige Durchmischung des G�rbeh�lters durch ein R�hrwerk oder eine Umpumpvorrichtung voraus. Andernfalls ist es zweckm��ig die drei Komponenten in der angegebenen Reihenfolge in die Maischepumpe oder den Trichter der M�hle zu dosieren. Dabei muss vor allem zwischen Hefe- und S�urezugabe ein ausreichender "Sicherheitsabstand" eingehalten werden.

2.)
Frisch eingeschlagene Birnenmaische neigt häufig zum Überschäumen. Kann ich Schaum-ex in den Maischetank dosieren oder störe ich damit die Gärung?
Erbsl�h Schaum-ex ist ein v�llig geschmacksneutrales und mikrobiologisch unbelastetes Silicon-Pr�parat. Es kann daher gefahrlos in die G�rung dosiert werden. Ein unkontrolliertes �bersch�umen der Maische f�hrt dagegen h�ufig zu mikrobiologischen Kontaminationen wegen des unvermeidlichen Sauerstoffzutritts.

3.)
Wie lange kann ich Brennmaische lagern, ohne dass sie verdirbt?
Das h�ngt von vielen Einflussfaktoren ab. Bei der Verwendung gesunder Fr�chte, z�giger Verg�rung und ausreichendem S�ureschutz (pH 2,8 - 3,0) k�nnen vergorene Steinobstmaischen bis zu 6 Monaten problemlos gelagert werden. Kernobst, vor allem Williamsbirnen sollten nach M�glichkeit innerhalb 2-3 Monaten abdestilliert werden, da diese mit zunehmender Lagerdauer an Aroma verlieren. Wichtig ist in allen F�llen das luftdichte Verschlie�en der Tanks. Da der pH-Wert im Laufe der G�rung und Lagerung steigt, kann ein Nachs�uern erforderlich werden (pH-Kontrolle).

4.)
In welchen Fällen sind Reinigungsbrände erforderlich?
Bestimmte Fehler wie ein stechender Vorlaufton oder ein erhöhter
Blausäuregehalt (Steinobst) lassen sich auch mit Behandlungsmitteln
wie DistiPur oder Spriricol nicht oder nur eingeschränkt
beseitigen. In diesen Fällen empfiehlt sich ein Umbrennen
mit großzügiger Vor- und Nachlaufabtrennung, um
wenigstens das "Herzstück" des Destillates zu retten.
Gegebenenfalls kann sich im Anschluß daran eine Destillatbehandlung
harmonisierend auswirken.
Ein besonders kritischer Fall ist das Verarbeiten SO2-belasteter Rohware. Durch den niedrigen pH-Wert der Obstmaische ist ein Übergang ins Destillat möglich. Solche "schwefligen" Destillate müssen vor dem Umbrennen mit Natronlauge oder Kalk neutralisiert werden.
